Digital unabhängig, monetär souverän und technisch auf dem allerneuesten Stand: Europa braucht neue kooperative Infrastrukturen des Geldes. Wir diskutieren mit Euch, was wir als Zivilgesellschaft anhand der aktuellen politischen Bedingungen tun und fordern müssen.
Nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt es das offen hegemoniale Vorgehen der US-Regierung: Die aktuellen geopolitischen und ökonomischen Entwicklungen erfordern die europäische Unabhängigkeit digitaler Zahlungsinfrastrukturen. Ob Europa den digitalen Euro will, ist nicht mehr die einzige Frage. Sondern: Wie kann überhaupt das Halten und Bewegen von Geld hinreichend autonom, sicher und bürgernah ausgestaltet werden? Löst der digitale Euro – für den inzwischen erste Industrieaufträge vergeben wurden – das Problem fehlender monetärer Souveränität?
Die Philosophin Petra Gehring und der Medientheoretiker Sebastian Gießmann treten seit Jahren für eine bürgernahe Ausgestaltung digitaler Zentralbankwährungen ein. Nun lenken sie den Blick auf die Unabhängigkeitsfrage und diskutieren mit Euch, wie Forderungen an den digitalen Umbau der Finanzwelt real werden – angesichts der geopolitischen Lage Stand heute.


