Am 20. März lese ich um 12 Uhr auf der Leipziger Buchmesse aus meinem frisch publizierten Kreditkarten-Buch. Es geht um Karten, die nach Osten wandern. Und um Krieg, Frieden und digitales Bezahlen. Moderiert von Wolfram Burckhardt, dem Leiter des famosen Kulturverlags Kadmos. Schaut auf der Indie-Bühne (Halle 5, G200) vorbei und unterstützt unabhängige Verlage und Buchhandlungen!
Das Kreditkarten-Buch: Geschichte und Theorie des digitalen Bezahlens
Bar oder mit Karte? Oder doch mit App oder Blockchain? Sebastian Gießmanns rasante Geschichte der Kreditkarte führt uns in die verborgenen Welten des digitalen Bezahlens. Sie zeigt erstmals, wie unsere digitale Gegenwart in Nordamerika mit einer kleinen Plastikkarte begonnen hat, was Magnetstreifen und Chips eigentlich bedeuten und wie Europa einmal führend im digitalen Bezahlen werden konnte. Gießmann führt die Leser:innen elegant in die verschwiegene Innenwelt von Banken, Kreditkartenorganisationen und computerisierter High-Tech-Sicherheit. Er würdigt die Alltäglichkeit der Transaktion ebenso wie die irrwitzigen true crimes des Kreditkartenbetrugs.
Das Kreditkarten-Buch fragt nach der Wahrheit hinter den Werbeslogans, Firmenlogos und Fernsehspots. Wie wir bezahlen, ist politisch. Soziale Teilhabe und Differenz, Konsum, finanzielle Überwachung, die Zukunft des Bargeldes: Im digitalen Bezahlen steht nicht weniger auf dem Spiel als unsere ökonomische Identität.
Erscheint im März 2026 beim famosen Berliner Kulturverlag Kadmos. Eine Leseprobe ist auf der Verlagshomepage einsehbar. Please support your favorite independent publishers and bookstores! Threads zum Buch gibt es auf Mastodon und Bluesky.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte und Theorie des digitalen Bezahlens (1832−2014)
1.1 The Nothing Card – The Nothing App
1.2 Praktiken und Körper, Objekte und Infrastrukturen
1.3 Welche Geschichte des Bezahlens?
2 »Credit Card Nation«: Die Industrialisierung der Schulden in den USA
2.1 Anschreiben und Aufschieben
2.2 Kreditkarten ohne Plastik – und mit
2.3 Zur Etablierung von Visa und Mastercard
3 Standard und Automat, Zeitung und Fernsehen
3.1 Ein amerikanischer Standard: ANSI X4.13 und der Magnetstreifen
3.2 Am Geldautomaten
3.3 Wie man mit Kreditkarten betrügt
3.4 Werbespot und Fernsehserie
4 Europas Ringen um die Zahlungssysteme
4.1 Papier oder Plastik?
4.2 Der Fall der Eurocard
4.3 Chip um Chip: Smart Cards und EMV als globaler Standard
4.4 Mittelschichtenträume: Globalisierungen der Kreditkarte
5 Digitales Bezahlen im 21. Jahrhundert
5.1 Amazon, PayPal und das World Wide Web
5.2 Das iPhone, Apple Pay und »Network Tokenization«
5.3 Karten-Botschaften und die Zukunft des Bargelds
The Practice Turn in Media Studies
“Connect and Divide” took a long time to be published, but now the book is finally here. Bringing practice theory/praxeology and media studies together seems like an endeavour that needs time for deliberation. My own contribution “How to Coordinate Digital Accounting? Infrastructuring Payment and Credit with the Eurocard” is a business history from the lost 1970s/1980s social world of an European credit card called the Eurocard. It focuses on practices of coordination, and combines these with a framework of thinking about practices of delegation, and registration/identification.
Within the volume’s long production time, the reproduction of images somehow took a strange trajectory. This is why I republish them in this blog post for your viewing and reading pleasure. And do not forget to check out the other excellent contributations to this publication of the German Research Foundation’s third Media Studies symposium! It is also the first time that this has been a transatlantic event. I am very grateful to have been a part of it. „The Practice Turn in Media Studies“ weiterlesen


