Digitale Unabhängigkeit und monetäre Souveränität jetzt! Wie wollen wir in Europa bezahlen?

Keyvisual re:publica26 Never Gonna Give You UpDigital unabhängig, monetär souverän und technisch auf dem allerneuesten Stand: Europa braucht neue kooperative Infrastrukturen des Geldes. Wir diskutieren mit Euch, was wir als Zivilgesellschaft anhand der aktuellen politischen Bedingungen tun und fordern müssen.

Nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt es das offen hegemoniale Vorgehen der US-Regierung: Die aktuellen geopolitischen und ökonomischen Entwicklungen erfordern die europäische Unabhängigkeit digitaler Zahlungsinfrastrukturen. Ob Europa den digitalen Euro will, ist nicht mehr die einzige Frage. Sondern: Wie kann überhaupt das Halten und Bewegen von Geld hinreichend autonom, sicher und bürgernah ausgestaltet werden? Löst der digitale Euro – für den inzwischen erste Industrieaufträge vergeben wurden – das Problem fehlender monetärer Souveränität?

Die Philosophin Petra Gehring und der Medientheoretiker Sebastian Gießmann treten seit Jahren für eine bürgernahe Ausgestaltung digitaler Zentralbankwährungen ein. Nun lenken sie den Blick auf die Unabhängigkeitsfrage und diskutieren mit Euch, wie Forderungen an den digitalen Umbau der Finanzwelt real werden – angesichts der geopolitischen Lage Stand heute.

Das neue Geld der Öffentlichkeit: Wie gestalten wir den digitalen Euro?

Wir wollen mit Euch diskutieren! Über den digitalen Euro, seine Zukunft, seine Kontroversen, seine politische Philosophie, Medientheorie und Ökonomie. Alle Generationen brauchen digital cash. Aber wie gestalten wir als europäische Zivilgesellschaft ein neues Medium der Kooperation?

2025 wird ein entscheidendes Jahr für den digitalen Euro. Die Europäische Zentralbank steckt mitten in der Vorbereitungsphase für diese neue Form des Bargelds. Währenddessen stockt der nötige politische Prozess in Brüssel. Dabei ist das Projekt immer noch vielen Bürger:innen unbekannt: Im Juni 2024 wussten 59 Prozent der Deutschen nichts über die digitale Zentralbankwährung. Und wer schon davon gehört hat, vermutet vieles – angefangen bei der (keinesfalls geplanten) Abschaffung von Schein und Münze, befürchteter finanzieller Überwachung bis zur Einführung einer europäischen Kryptowährung.

Wenn wir ein neues Geld der europäischen Öffentlichkeit bis 2028 realisieren wollen, braucht es deshalb vor allem: mehr zivilgesellschaftliche Aufmerksamkeit für die digitale Zentralbankwährung, mehr und genaueres Wissen, mehr Deliberation und zivilisierten Streit, mehr Kooperation, kollektives Vorstellungsvermögen und politischen Willen. Die Philosophin Petra Gehring und der Medientheoretiker Sebastian Gießmann debattieren mit Euch, wie wir den digitalen Euro unter den aktuellen Bedingungen für alle Generationen gestalten können, und müssen.

26. Mai 2025
STATION Berlin
Stage 3
13:45-14:15 Uhr

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