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Medienpraktiken der Koordination, Delegation und Registrierung/Identifizierung*

Wie könnte eine Neuperspektivierung der Mediengeschichte und Medienanalyse aussehen, die Praxis allen anderen Größen vorlagert und deshalb vor allem Produktions- und Arbeitsprozesse, und damit auch die Modi bürokratischer Datenverarbeitung als „visible“ und „invisible work“ in den Vordergrund rückt (Star 1999)? Diese „Rückseite“ der Medien ist durch die langjährige analytische Trennung von Produktions-, Distributions- und Rezeptionsvorgängen in der deutschsprachigen Medienwissenschaft i. d. R. vernachlässigt worden – oft zugunsten eines Schwerpunkts auf Rezeptionsfragen, der wiederum selten praxeologisch fundiert wurde. Ein dreizügiges begriffliches Angebot, mit dem die kulturtechnischen Basisfunktionen des speicherprogrammierten Computers – also das „Speichern“, „Bearbeiten“ und „Übertragen“ (Kittler 1986) – auf eine wesentlich heterogenere Welt digital vernetzter Medien übertragen worden sind, bietet für eine durch digitale Medieninteraktion geprägte Welt keinen adäquaten Rahmen mehr. Vielmehr hat sich mittlerweile die Erkenntnis der Akteur-Netzwerk-Theorie durchgesetzt, dass Akteure Skalierungsleistungen selber erbringen, deren Maßstabswechsel wiederum zu berücksichtigen sind (Latour 2007; Ribes 2014).

Auf diesem Wege sind, wie auch in der neuesten Forschung adressiert, die Fragen des medialen „Bearbeitens“ bzw. „Prozessierens“ in den Mittelpunkt des Interesses gerückt (Winkler 2015). Insgesamt hat die jüngste Entwicklung digitaler, ,sozialer‘ und mobiler Medien eine nicht zuletzt durch die Überwachungstechniken der Geheimdienste sichtbar gewordene Eskalation bürokratischer Medien und ihrer Praktiken hervorgebracht. Was bisher z. B. meist als externer Teil der Mediengeschichte erschien – etwa die Labore und Büros der Industrialisierung (Bud-Frierman 1994), Agenturen zur Publikumsvermessung (Méadel 2010) oder aber Abrechnung und Wahrnehmung von Urheberrechten (Dommann 2014) –, ist nun integraler soziotechnischer Bestandteil von Social-Media-Plattformen, Smartphone- und Appinteraktion und Big-Data-Durchmusterungen. In Gestalt von Kontroversen werden die unsichtbaren, infrastrukturell-bürokratischen Elemente wiederum zum Gegenstand öffentlichen Streits.

Aus dieser Konstellation heraus ergibt sich als mittelfristiges Ziel eine Re-Analyse der Epoche der Massenmedien im 19. und 20. Jahrhundert, und zwar aus ihrer industriellen und politisch-ökonomischen Genealogie heraus (Beniger 1986). So ist davon auszugehen, dass die großen Agenturbildungen – vom Verlag über das Studiosystem bis zum Sender – die analytischen Trennungen von Produktion, Distribution und Rezeption wesentlich mit hervorgebracht haben. Dazu gehört auch das noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaum denkbare Auseinanderfallen von „Kommunikation“ und „Logistik“, von Zeichen-, Personen- und Warentransport, das durch eine neuere Netzwerk-, Infrastruktur- und Verkehrsgeschichte bereits problematisiert worden ist (Ambrosius/Henrich-Franke 2013; Gießmann 2014a; Neubert/Schabacher 2012). Zu fragen ist daher nach den bürokratisch-infrastrukturellen Bedingungen von Medien, Massenmedien und ihren Öffentlichkeiten, mithin nach ihrer kooperativen Verfertigung. Dies betrifft explizit auch populäre und ästhetische Medien, die ohne ihre Produktionsöffentlichkeiten, bürokratisch-administrativen Notwendigkeiten und infrastrukturellen Innovationen keine integrale soziotechnische Funktion einnehmen konnten. Die Geschichten der künstlerischen, populären und bürokratischen Medien verliefen ebensowenig getrennt wie ihre Produktion, Distribution und Rezeption. Wie lassen sich mit einem historischen „reverse engineering“ die neueren bürokratischen Charakteristika der Medien an den älteren messen?

Ein innerhalb der Vorbereitung des Siegener Sonderforschungsbereichs „Medien der Kooperation“ kollektiv entwickelter Vorschlag wäre, sie für die historiografische und ethnografische Arbeit in drei praxis- und medientheoretischen Kategorien heuristisch zu erfassen, die für die wechselseitige Verfertigung von Infrastrukturen wie Öffentlichkeiten maßgeblich sind. Diese sind:

  1. Medienpraktiken der Koordination,
  2. Medienpraktiken der Delegation und
  3. Medienpraktiken der Registrierung und Identifizierung.

1. Medienpraktiken der Koordination

Der Grenzobjekt-Begriff, geprägt von der Techniksoziologin Susan Leigh Star in Zusammenarbeit mit dem Historiker James Griesemer (Star 1989; Star/Griesemer 1989), bietet sich zur mikrohistorischen Arbeit und analytischen Zuspitzung ethnografischer Feldforschung an. Er betrifft und integriert alle Arbeitsprozesse, die „Information“ in einem kollektiven Aushandlungsprozess pragmatisch aggregieren, verarbeiten und verbreiten. Gemeint sind damit alltägliche Praktiken der Koordination, die mittels Protokollen, Formularen, Tabellen, Akten, gemeinsam genutzten Objekten (vom Museumsexponat zum Messschieber), Eingabefeldern, Formeln, Datenbanken, Karten, Atlanten, Diagrammen, Worksheets, Timelines, Softwarepaketen und mobilen Apps bewerkstelligt werden. Entscheidend ist dabei weniger ein informationstheoretisches oder historisch-epistemologisches Verständnis von „Information“, sondern die koordinative Kraft, die ein Grenzobjekt als Medium der verteilten kollektiven Datenverarbeitung entfaltet. Findet die Kooperation über Grenzobjekte vermittelt „ohne Konsens“ statt, kann bereits von einer Koordination der beteiligten Akteure ausgegangen werden (Schüttpelz 2013), die sich durch die Vermittlungsleistungen vergleichsweiser unauffälliger oder für Außenstehende undurchsichtig bleibender Objekte vollzieht (vgl. Star/Lampland 2009).

Koordination ist so weniger ein Top-Down-Prozess als eine Stabilisierung räumlich verteilter kooperativer Handlungsvollzüge, die sich immer wieder neu in Arbeitsabläufen bewähren und dabei lehr- und lernbar bleiben müssen (Hindmarsh/Heath 2000). Grenzobjekte müssen Maßstabswechsel zwischen lokaler Anpassung und globaler Robustheit erlauben. Ein Formular oder ein Instrument soll aus der lokalen Nutzung heraus verallgemeinerbar werden, und im Falle einer globalen Standardisierung „vor Ort“ flexibel einsetzbar bleiben. Zu untersuchen wären Medienpraktiken und Arbeitsprozesse, in denen der pragmatische Umgang mit interpretativ flexibler „Information“ zur Herausbildung erster Mikro- bzw. Produktionsöffentlichkeiten in „communities of practice“ führt. Prämisse ist dabei, dass die entsprechenden Lösungen zumeist vorläufig oder gar „schlecht-strukturiert“ sind und immer wieder an organisatorische, ökonomische und technische Veränderungen angepasst werden (Gießmann/Schabacher 2014), bevor sich stetigere „boundary infrastructures“ bzw. spezifische Formen von Temporalität der „boundary objects“ etablieren können (Bowker/Star 1999; Stevens 2010; Yakura 2002).

2. Medienpraktiken der Delegation

Medienpraktiken der Delegation beginnen mit der Anordnung von Operationsketten, mithin bei den elementaren Formen des Werkzeug- und Instrumentengebrauchs (Schüttpelz 2008). Sie benötigen die Ausbildung spezifischer Fertigkeiten und Fähigkeiten bzw. „skills“, die als Voraussetzungen von praktischen Vollzügen in der wissenschafts-, medien- und technikhistorischen Forschung mehr und mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind (Fickers 2015; Ingold 2013; Moores 2014; Smith 2010; Spoerhase 2014). Die Komplexität solcher Handlungsprogramme und ihres zuhandenen, nicht-propositionalen Wissens (tacit knowledge, vgl. Collins 2010; Loenhoff 2012) beruht auf ihrer kooperativen Formierung und Vermittlung. Ohne elementare, lehr- und lernbare Körpertechniken lassen sich Delegationen nicht bewerkstelligen; die historische Forschung zu Medienpraktiken führt deshalb die bestehenden Ansätze zu Körper- und Kulturtechniken auf die Ebene des konkreten Vollzugs. Zudem betonen diese Untersuchungen den interkorporealen, auf wechselseitiger Interaktion beruhenden Charakter der entsprechenden Praktiken (Meyer/Streeck/Scott 2015), sowohl für Konstellationen delegierter Handlungen zwischen Personen untereinander, Personen und Objekten, Personen und Zeichen.

Von den Medienpraktiken der Delegation lassen sich diejenigen Praktiken in den Blick nehmen, mit denen bereits unter einer kleinen Menge von Akteuren die Regeln gemeinsamer Prozeduren hergestellt werden (Garfinkel 1967). Sobald Delegationen koordiniert werden, etablieren sich Formen der Arbeitsteilung, welche die ganze Bandbreite von informellen Verabredungen bis zum starren Organigramm umfassen können (Hennion/Méadel 1988; Suchman 1987). Dies gilt vor allem für die wechselseitige Konstitution von Infrastrukturen und Öffentlichkeiten, die u. a. auf der Verkettung delegierter Handlungen beruht: Welche Delegationen sind nötig, um eine Infrastruktur bzw. Öffentlichkeit aufzubauen und in Betrieb zu halten, und wie informieren etablierte Infrastrukturen Handlungsverkettungen, speziell in Öffentlichkeiten? Mit welchen delegativ zugewiesenen oder ad hoc vorgenommenen Arbeitsteilungen organisiert man eine Veröffentlichung? Wie werden Grenzobjekte zur gezielten Delegation von Handlungen verfertigt und eingesetzt? Welche Rollenverteilungen werden wie institutionalisiert (Agent-Prinzipal-Verhältnisse, Akteur-Netzwerke, Hierarchien)?

Institutionelle Medienpraktiken der Delegation produzieren i. d. R. Akten, mit denen die Zuweisung und Zurechnung delegierter Handlungen nachvollzogen werden kann, und sie produzieren Protokolle als standardisierte Vorschriften für delegative Praktiken. Akten und Protokolle bilden Handlungsprogramme zur Dokumentation, Operationalisierung und Kontrolle verteilter Aktionen (Schüttpelz 2012; Vismann 2000; Yates 1989). An diesem Punkt setzt die dritte praxis- und mikrohistorische Kategorie an.

3. Medienpraktiken der Registrierung und Identifizierung

Die Aktenförmigkeit von Koordination und Delegation wirft Fragen nach den Modi der Registrierung, Identifizierung und Nachverfolgbarkeit von Handlungen auf. Medienpraktiken der Registrierung und Identifizierung beginnen ebenfalls in wechselseitiger Interaktion, z. B. in sprachlichen und gestischen Praktiken des indexikalischen Verweisens und Verdeutlichens. Durch den Gebrauch registrierender und identifizierender Medien wird die Interaktionssituation transformiert, skaliert und modifiziert (Thielmann 2012). Dies betrifft nicht nur die klassischen Verdatungstechniken staatlicher Registrierung und Identifizierung, darunter polizeiliche Erkennungsdienste, optische und akustische Überwachung, Staatstabellen, Statistik, Big Data (vgl. Agar 2003; Desrosières 2000; Foucault 1975; Gitelman 2013; Kammerer 2008; Porter 1995). Vielmehr beinhalten Registrieren und Identifizieren ebenso alltägliche logistische Medienpraktiken: Adressierung, Einschätzen, Auffinden, Tracking (Kaldrack 2011) und die Lieferung einer Nachricht, eines Objekts oder einer Person. Registrierungs- und Identifizierungstechniken ermöglichen die Referenz auf singularisierte Personen und Objekte, aber auch auf lokalisierte und datierte Verschickungsvorgänge.

So lassen sich Formen des registrierend-identifizierenden Mediengebrauchs in den Blick nehmen, mit denen Praktiken, Personen, Zeichen/Daten, Güter und Dienstleistungen „zurechnungsfähig“ gemacht werden (Latour 1987), z.B. in der Nachverfolgbarkeit von literarischer Autorschaft, Produktion und Piraterie, der Kreditwürdigkeit einer Person, erwünschter/unerwünschter Beobachtung und Kontrolle, Bewegungsverfolgung, der statistischen Erhebung von Gleichheit, der Verwaltung und Adressierung in einem digitalen Telefonnetz und Nutzungspraktiken digitaler Plattformen. Leitende Fragen sind dabei: Wie verhalten sich die großen politisch-ökonomischen Registratur- und Bürokratisierungswellen seit dem 19. Jh. zur Entstehung massenmedialer Öffentlichkeiten, die von einem generalisierten, anonym adressierbaren Publikum ausgehen, dieses aber postwendend erforschen und durchleuchten wollen (Otto 2012)? Auf welche Art und Weise entstehen aus kooperativen Praktiken generalisierte Techniken und „Rechen(schafts)zentren“ (Rottenburg 2002) zur Registrierung und Identifizierung? Wie integrieren sie Instrumente, und wie vollziehen Akteure die Mobilisierung mittels welcher Inskriptionen bzw. Daten? Mit welchen Wechselwirkungen zwischen ästhetischer bzw. populärkultureller und bürokratischer Registrierung und Identifizierung ist zu rechnen, d.h. wie organisieren Öffentlichkeiten die Zurechnung und Nachverfolgbarkeit von Personen, Zeichen, Dingen, Dienstleistungen?

4. Medienagenturen in der longue durée

Für die longue durée der europäischen und außereuropäischen Mediengeschichte bleibt zu prüfen, durch welche Infrastrukturen, Agentur- und Institutionsbildungen die entsprechenden Vermittlungspraktiken stabilisiert/destabilisiert und normalisiert/entnormalisiert wurden (Bayly 2004; Rosenberg 2012; Schmidt 2015; Starr 2004; Winseck/Pike 2007). Dabei ist mit Fernand Braudel (Braudel 1979, 1977) von a-linearen Verläufen in einer solchen Produktions-, Bürokratie- und Öffentlichkeitsgeschichte der Medien auszugehen: Aus kooperativ-handwerklichen Settings können industrielle Standards erwachsen, die wiederum durch soziotechnische Innovationsschübe und neue „Rechen(schafts)zentren“ in Frage gestellt werden. Aus den Medienpraktiken kleiner Gruppen können Veröffentlichungen mit hoher Publizität entstehen, zu deren Verstetigung eigene verlegerische oder politische Agenturen gebildet werden, welche durch neue Vermittler wie z.B. digitale Plattformen wiederum in Krisen gestürzt werden. Eine entsprechende a-lineare Mediengeschichte soll neue Schwerpunkte entwickeln, die sich den Zusammenhängen zwischen populären und bürokratischen Medien, ästhetischen und infrastrukturellen Medienpraktiken widmen sollen.

* Anmerkung: Bei diesem Text handelt es sich um eine Vorarbeit zum mittlerweile bewilligten Sonderforschungsbereich „Medien der Kooperation“ der Universität Siegen. Die Begriffstrias wurde im Rahmen der Vorbereitungsgruppe des SFB  erarbeitet. Inhaltliche Vorschläge und Pointierungen sind vorläufig und sollen in der „Werkstatt Praxistheorie“ des SFBs auf die Probe gestellt werden. Eine englische Version dieses Textes wurde auf dem 3. Medienwissenschaftlichen Symposium der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Connect and Divide. The Practice Turn in Media Studies“ am 20. August 2015 zur Diskussion gestellt.  [SG]

Letzte Überarbeitung des Textes am 11. März 2016.

Literatur

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