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Ins Netz gegangen: Von Verstrickungen und Freiheiten

Bettina Mittelstraß hat ein tolles Radiofeature zum Klingen gebracht: „Ins Netz gegangen: Von Verstrickungen und Freiheiten“ gibt es beim Deutschlandfunk zum Hören und auch zum Nachlesen. Neben echten Fischern und Verkehrsplanern bietet der einstündige Essay auch Gedanken zur Netzmetapher (von Alexander Friedrich),  Rasterüberwachung (von Dietmar Kammerer) und der Wissenschaftsgeschichte (Cornelius Borck). Ich habe im letzten Oktober in Berlin mit Bettina Mittelstraß gesprochen, u.a. über die Anfänge des Netzes in der aufklärerischen Wissenskultur und Jacob Levy Morenos Rolle in der Geschichte sozialer Netzwerke. Besonders gut gefällt mir die akustische Kombination der physischen Eigenschaften des Fischernetzes mit denen anderer Netze, z.B. gemessener elektromagnetischer Strahlung.

„Vernetzung und Netzwerke sind die Stichworte der Stunde und der Raum, den Maschen, Knoten, Systeme und Verbindungen begrenzen, wird dichter und enger.

Nichts darf entrinnen, niemand durchfallen – keine Beute, kein Verbrecher, kein Nutzer, kein Gedanke, kein Sozialfall. Und ist man einmal drin in der filigranen Struktur, führen Selbstbefreiungsversuche meist zu noch größeren Verstrickungen.“

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